Herren 1: Das Warten des FC Thayngen auf ein Erfolgserlebnis geht weiter
Im Heimspiel geht der FC Thayngen früh in Führung, aber am Ende doch nicht als Sieger vom Rasen. Gegen Glattbrugg resultiert eine 1:2-Niederlage. Damit sitzt der Aufsteiger nach wie vor im Tabellenkeller fest.
Der neue Alltag in der höheren Etage forderte dem FC Thayngen zuletzt einiges ab: drei Spiele innert acht Tagen, eine englische Woche, eine Auswärtsreise am Donnerstagabend. Gegen Brüttisellen-Dietlikon waren die Gäste im ersten Durchgang die bessere Mannschaft gewesen. «Zur Pause hätten wir 3:0 führen müssen», sagte Trainer Moreno Del Rizzo bei der Rückschau auf diesen Match. Schlussendlich kam es anders. Nach einer Fehlentscheidung hatten die Zürcher einen Eckball zugesprochen bekommen – und waren nach dieser Standardsituation in Führung gegangen. Es sollte der einzige Treffer
dieser Partie bleiben. Vorgestern Samstag machte es der FCT vor eigenem Anhang besser. Der Konkurrent hiess Glattbrugg. Und keine 30 Sekunden waren absolviert, als Dennis Braun das 1:0 erzielte. Mit einem Lupfer überwand er Gästetorhüter Martin Filipovic. Glattbrugg mit offensiver Qualität Thayngen wollte in der Folge Profit aus diesem optimalen Auftakt schlagen. Die Hausherren spielten munter vorwärts, der Widersacher lag aufgrund der Tabellenkonstellation in Reichweite. Oder in Schlagdistanz. Um ein Haar wäre dem einzigen regionalen 2.-Liga-Vertreter auch ein zweites Tor gelungen, doch kurz darauf sah er sich in die Abwehr gedrängt. Erst wurde ein Treffer Glattbruggs aufgrund einer Abseitsposition aberkannt, aber wenige Zeigerumdrehungen später lag der Ball trotzdem im Netz. 1:1 – und zwar durch Danijel Subotic, den mit Abstand auffälligsten Akteur der Gäste. Der gross gewachsene und athletische Mittelstürmer offenbarte in dieser Szene, dass er sein Handwerk nach wie vor beherrscht. Subotic ist ein ehemaliger Profifussballer, stand in der Schweiz unter anderem bei den Grasshoppers und Rapperswil-Jona unter
Vertrag. Seine Vita liest sich wie jene eines Weltenbummlers. Im vergangenen Jahrzehnt war Danijel Subotic in Rumänien, Kasachstan, Moldawien, Aserbaidschan, der Ukraine, Kuwait, England und Italien engagiert gewesen. «Schiessen wir das 2:0, ist es ein ganz anderes Spiel», meinte Thayngens Trainer Moreno Del Rizzo. Stattdessen wurden die Seiten bei einem Zwischenstand von 1:1 gewechselt. Nach 55 Minuten gelang Michel Egli das zweite Tor für den FCT, doch die Freude währte nur kurz: Offside – so lautete das Verdikt der Unparteiischen. Und so gingen die Zürcher bald darauf in Führung. Die Einheimischen brachten den Ball nicht weg, John Faragalla traf für Glattbrugg, das Blatt wendete sich. Thayngen versuchte, auf den Rückstand zu reagieren. Das nun flüssiger vorgetragene Match lebte von der Spannung. Glattbrugg wollte mit einem dritten Treffer für die Entscheidung sorgen, der Aufsteiger hoffte auf das Glück des Tüchtigen. Und auf einen ersten Punktgewinn in Form eines Unentschiedens. Nur blieb ihm dieses am Ende versagt: 1:2 lautete das Schlussresultat auf dem Sportplatz Stockwiesen. Somit geht das Warten auf ein Erfolgserlebnis weiter. Nach vier bestrittenen Runden hat der FC Thayngen nach wie vor keine Zähler auf der Habenseite, dafür zeigt die Tendenz in die richtige Richtung. Nach den deutlichen Niederlagen gegen Gossau und Embrach zog er gegen Brüttisellen-Dietlikon und Glattbrugg knapp den Kürzeren. «Die Resultate sind besser, aber davon können wir uns noch nichts kaufen», erklärte Trainer Moreno Del Rizzo, als er die Anfangsphase der Meisterschaft kurz
Revue passieren liess. Seine Mannschaft hat nun ein spielfreies Wochenende vor sich, ehe es seine Reise am 21. September in der Region Winterthur fortsetzt. Der Gegner heisst FC Phönix Seen und ist auch in den tieferen Gefilden der Tabelle anzutreffen.
«Die Resultate sind besser, aber davon können wir uns nichts kaufen.»
Moreno Del Rizzo, Trainer FC Thayngen