Herren 1: Schlusslicht FC Thayngen kommt weiter nicht vom Fleck (Quelle: SHN)
Im Heimspiel gegen Brüttisellen-Dietlikon macht der FC Thayngen wenig falsch. Trotzdem gibts eine Niederlage.
Die Geschichte wiederholt sich nahezu von Spieltag zu Spieltag. Der FC Thayngen verkauft seine Haut jeweils so teuer wie möglich, kommt aber nicht vom Fleck. Nach wie vor trägt der Aufsteiger die rote Laterne des Schlusslichtes in der 2. Liga. Und das sollte auch nach dem Auftritt gegen Brüttisellen-Dietlikon so bleiben. Doch der Reihe nach: Die Zürcher nahmen das Heft vom Anpfiff weg in die Hand. Sie machten Druck, trugen das Geschehen in Thayngens Platzhälfte, suchten den Abschluss. Bemühungen, die nach einer guten Viertelstunde belohnt wurden: Ivan Sisic lenkte einen Freistoss im Strafraum ab – 0:1. Ein Treffer, der aber nicht den Gästen, sondern dem Heimteam Auftrieb verlieh.
Gastgeber ohne Fortune
Thayngen war nun aktiver, bekam Zugriff auf die Partie, ging vermehrt in den Abschluss. Ein Latten- und ein Pfostenschuss waren die Ausbeute. Fortune? Ein Fremdwort an diesem Abend. Von Brüttisellen-Dietlikon kam in dieser Phase wenig, die Absenz ihres Goalgetters João Miguel Pereira stach ins Auge. Zwölf Tore hatte er in den bisherigen 15 Runden erzielt, gegen den FCT fehlte er nach seiner vierten Gelben Karte. Aus Zürcher Sicht war der knappe Vorsprung trügerisch, an und für sich lag der Ausgleich in der Luft. Nur fiel dieser nicht. Im Gegenteil: Kaum waren die Seiten gewechselt, bekam BrüttisellenDietlikon einen umstrittenen Penalty zugesprochen. Denis Dzepo verwertete diesen souverän.
Del Rizzo: «Es ist bitter»
Anschliessend zogen sich seine Kollegen und er erneut zurück und liessen wie nach dem ersten Tor nach. Mit frischen Kräften versuchte Thayngens Trainer Moreno Del Rizzo, nochmals Impulse zu setzen. Er taxierte das Geschehen im Nachgang als ausgeglichenen. «Wir müssen solche Standardsituationen vermeiden», meinte er mit einem Hinweis auf die beiden Gegentore. Und er schob nach: «Es ist bitter, aber wir können es nicht ändern.» Das Pech scheint seiner Mannschaft in diesen Wochen an den Füssen zu kleben. Schon beim Rückrundenauftakt gegen Gossau wäre vor zwei Wochen mehr möglich gewesen.