Herren 1: Keine Tore zum Auftakt im Derby
«Wieder hier» heisst das Lied, das Marius MüllerWesternhagen anno 1998 veröffentlicht hat. Dessen Text handelt von jemandem, der sich eine längere Auszeit genommen hat und schliesslich dorthin zurückkehrt, wo er sich wieder zu Hause fühlt. «In seinem Revier», nennt sich die kurze Textpassage. In angestammten Gefilden befindet sich in der Saison 2025/2026 auch der FC Thayngen: Nach einem einjährigen Intermezzo in der 2. Liga ist er wieder eine Etage tiefer anzutreffen. In der 3. Liga erwarten den Absteiger zahlreiche Begegnungen mit anderen Vertretern aus der Region dies- und jenseits des Rheins – unter anderem gegen den Sporting Club Schaffhausen. Mit diesem Duell wurde das neue Championat am Samstag eingeläutet. Und wer einen Blick auf die Startformation warf, taxierte den FCT nicht zwingend als Favoriten.
Acht Absenzen verzeichnete Thayngen, darunter sechs Stammspieler. Und so mussten andere in die Bresche springen. Vorerst bekamen allerdings die Gäste aus dem Kantonshauptort Zugriff auf die Partie. Der Sporting Club nahm das Heft in die Hand, spielte mit und munter vorwärts. Die Hausherren antworteten in Form zweier Eckbälle, die ohne Auswirkung blieben. Das Geschehen präsentierte sich mit der Zeit ausgeglichen, intensiv und umkämpft. Beide Seiten servierten zum
Auftakt keine technischen Kabinettstückchen oder schönen Passfolgen. Dass in der ersten Meisterschaftsrunde vieles Stückwerk blieb, überraschte nicht. Thayngens Assistenztrainer Rejhan Zuli sprach im Nachgang von keinem guten Spiel. «Wir müssen uns in dieser Liga finden. Wollen wir oben mitspielen, muss aber eine Steigerung her», erklärte Zuli bei seiner Match-Analyse. Nach dem Seitenwechsel war es nämlich der Gast vom Sporting Club Schaffhausen, der auf dem Sportplatz Stockwiesen zunehmend dominanter auftrat.
Der verletzt ausgeschiedene Edis Meta wurde zur Pause durch Berkay Unal ersetzt. Später war es jedoch nicht Unal, der die Führung auf dem Fuss hatte, sondern Baha Ersahin und Jordan Lagona. Ersahin scheiterte in einer slapstickartigen Szene
zu Beginn der Schlussviertelstunde dreimal: Der erste und zweite Schuss wurde von Thayngens Verteidigung auf der Linie gestoppt, der dritte Versuch von Goalie Ricardo Soares Pereira pariert.
Später Penalty von Sporting nicht genutzt
Und Lagona setzte einen Penalty drei Zeigerumdrehungen vor Ablauf der regulären Spielzeit über das Gehäuse. In den verbleibenden Minuten wurde die Entscheidung nochmals gesucht – ohne Fortune. Die finale Erlösung blieb aus, folgerichtig endete der Match mit einem torlosen Unentschieden. Auf die Leistung lasse sich aufbauen, meinte Angelo Lagona anschliessend. «In der zweiten Halbzeit waren wir die spielbestimmende Mannschaft», meinte der Trainer des Sporting Clubs. Es sei gut, hätten seine Farben mit dem 0:0-Unentschieden einen Punkt auf sicher. Lagona verwies in diesem Zusammenhang auf das happige Anfangsprogramm des Teams aus der Stadt Schaffhausen: Nach dem Absteiger Thayngen trifft es in der zweiten Runde auf den Mitfavoriten SV Schaffhausen 2. Dieser gab am Samstag zur gleichen Zeit den Tarif durch – und feierte einen 3:0-Heimsieg gegen den FC Phönix Seen 2. Wie sich das direkte Aufeinandertreffen zwischen den beiden Schaffhauser Klubs entwickelt, wird sich am kommenden Wochenende zeigen. Der FC
Thayngen hat zu diesem Zeitpunkt spielfrei und greift übernächsten Donnerstag wieder ins Geschehen ein. Am 4. September empfängt er den FC Ramsen – zu einer Abendpartie unter Flutlicht.